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Veganerin auf Reisen – Bloggerin Melanie Kuhn im Interview

Wer mich kennt, der weiß, dass ich aus Tierliebe wenig Fleisch esse. Auf Reisen etwas Vegetarisches zu ergattern, ist in der Regel auch recht einfach.

Aber wie klappt der Urlaub, wenn sich jemand konsequent vegan ernährt? Sind Restaurants darauf eingestellt? Verstehen die überhaupt, was man genau meint?

Darüber unterhalte ich mich heute mit der Veganerin Melanie Kuhn.

Elischeba: Liebe Melanie, wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass du die Entscheidung getroffen hast, dich vegan zu ernähren?

Melanie: Bevor ich Veganerin wurde, habe ich mich schon zwei Jahre lang vegetarisch ernährt. Damals wollte ich einfach keine Tiere mehr essen, denn ich fand, sie verdienen es genauso zu leben wie ich auch.

In der Konsequenz fing ich dann an auf vegane Ernährung umzustellen, denn auch für die Produktion von Milch und Eiern müssen viele Tiere leiden oder werden getötet, zum Beispiel männliche Küken und Kälber.

Mittlerweile bin ich schon seit über fünf Jahren vegan und es ist eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.

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Elischeba: Respekt. Wie klappt das denn, dich auf Reisen vegan zu ernähren?

Melanie: Das kommt immer ein bisschen auf das Reiseziel an. In großen Städten in Europa, zum Beispiel London, Barcelona oder Berlin ist das absolut kein Problem mehr.

Man findet dort so viele vegane Restaurants, dass ich manchmal gar nicht weiß, welches ich denn am liebsten testen will. In kleinen Orten ist es da schon schwieriger, aber dann schaue ich immer, dass ich mir selbst etwas kochen kann und kaufe im Supermarkt und auf den lokalen Märkten ein.

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Elischeba:  Welche Tipps hast du für Urlauber, die Veganer sind?

Melanie: Generell ist es immer wichtig, sich vorher schon mal im Internet zu informieren, welche Restaurants es vor Ort gibt und welche veganen Sachen man im Supermarkt bekommt.

Ich nutze dafür die App „Happy Cow“ und schaue auf veganen Blogs nach Empfehlungen. Es gibt auch immer mehr Hotels, die veganes Essen anbieten –  die findet man sehr einfach bei Veggie Hotels.

Man kann natürlich auch selbst direkt beim Hotel nachfragen und wenn man ganz sichergehen möchte, sucht man sich eine Unterkunft, wo man selbst kochen kann.

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Elischeba: Auf welcher Tour hast du denn das beste vegane Essen erhalten?

Melanie: Bisher habe ich eigentlich überall sehr leckeres Essen probiert. Mit am besten fand ich die Fruchtsäfte auf dem la Boqueria Markt in Barcelona und das Essen in einem kleinen Restaurant in Portimao an der Algarve. Es war das einzige vegane Restaurant im Ort und ich bin dort jeden Tag hingegangen.

Elischeba: Du bist generell ja auch bekennender Portugal Fan – was schmeckt dir in der Gegend besonders gut?

Melanie: Am liebsten mag ich Pasteis de Nata. Das sind kleine Blätterteigtörtchen mit Puddingcremefüllung.

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Elischeba: Wie schaffst du das, im Urlaub konsequent zu sein? Immerhin locken Buffets oft mit feinsten Köstlichkeiten – häufig mit Eiern, Milch oder Sahne.

Melanie: Da ich eher in einfacheren Hotels und Hostels übernachte, gibt es da gar keine große Versuchung. Da besteht das Frühstück meist aus Toast mit Marmelade und etwas Obst und sonst esse ich auswärts.

Schwierig wird es bei Sachen, die ich noch nie gegessen habe und unbedingt probieren möchte. Die merke ich mir dann und koche oder backe es zu Hause in einer veganen Variante nach.

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Elischeba: Klasse. Und was wünschst du dir noch für die Zukunft?

Melanie: Natürlich möchte ich noch mehr reisen, denn es gibt so viel Tolles auf der Welt zu entdecken.

Mit meinem Blog möchte ich auch Menschen dazu motivieren, die vegane Ernährung mal auszuprobieren.

Man kann so viele leckere Zutaten und Gerichte entdecken. Seitdem ich Veganerin bin, esse ich nicht nur um einiges vielfältiger sondern auch gesünder. Man tut also nicht nur etwas für die Tiere, sondern auch für sich selber.

Elischeba: Danke, liebe Melanie. Da komme ich ja glatt in die Versuchung, häufiger mal vegan zu essen 🙂

Hier geht es zu Melanies Blogmit vielen veganen Rezepten und persönlichen Tipps für Reisende

Photo Credits: die Bildrechte liegen bei Melanie und ihrem Blog Mosaiksteine – Danke für die Freigabe für dieses Interview

 

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