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Zeeland im Winter – Ankunft Villapark de Paardekreek

Das Grau wird kälter. So die Wetteraussichten für die nächsten Tage. Na toll. Ende November eben. Und was machen wir? Nix da Koffer packen für die Tropen. Die holländische Nordsee steht auf dem Programm.

Wie ich auf diese verrückte Idee komme? Nun, ich erinnere mich an das Gespräch mit dem Marktverkäufer. Der Stand, wo ich immer die leckeren Cox Orange Äpfel kaufe. Der junge Mann war kürzlich dort und hat mir von der herrlich kaltrauen Seeluft vorgeschwärmt. Dass die Gegend im Winter einen Charme versprüht, den der Sommer nicht bieten könnte. Wow. Ist das tatsächlich so? Momentan ist mir beim Blick nach draußen doch einfach nur kalt.

zeeland

Fotografin: Elischeba Wilde

Wenig später sitzen wir samt Bambino im Auto und tippen den zeeländischen Ort Kortgene ins Navi ein. Knapp zwei Stunden später passieren wir Venlo – ein leichtes Hungergefühl verleitet uns zum Stopp. Wow – hier ein Mode-Outlet und dahinten eine riesige Shoppingmeile. Davonlaufendes Kleinkind und Ehefrau, die in aller Seelenruhe nach Klamotten stöbern will. Welcher Kerl hat darauf Lust? Also erinnert mich mein Schatz prompt daran, dass wir doch bis 17 Uhr im Villapark de Paardekreek in Zeeland einchecken müssen.

Und ein wenig Puffer zu haben, schadet nie. Stimmt ja. Nach einem kurzen Bummel – vorbei an einer kleinen Kirmes und sämtlichen Geschäften – erreichen wir eine Brasserie. Die Restaurants auf dem Weg waren vielversprechend. Aber halt alle zu. Hier setzt man sich lieber gegen Abend zu Tisch. Doch die Brasserie hat offen – es schmeckt uns hervorragend – auch die typisch niederländischen Bitterballen sind aromatisch und lecker. Kinderfreundlich wie man in unserem lebensfrohen Nachbarland ist, gibt man uns Spielzeug für den Kleinen. Eine nette junge Kellnerin legt uns lächelnd ein Schaltpult mit zig Funktionen zu unseren Getränken. Klein Leon ist hellauf begeistert.

Villa

Fotograf: Pierre Wilde

Begeistert sind wir auch, dass wir es pünktlich in unser Feriendorf schaffen. Auf der Fahrt habe ich mir ausgemalt, dass ich abends in die hauseigene Sauna gehe und ein bisschen entspanne. Als wir die freundliche Dame am Empfang fragen, wo denn die Sauna sei, da erklärt sie uns, dass das Wasserparadies um 17 Uhr zu macht.

Gibt es denn einen Supermarkt im Park? Ja, aber der hat im Winter geschlossen. Hm – hat hier überhaupt irgendetwas auf?

Wir fahren mit dem Auto Richtung Bungalows und fühlen uns ein bisschen merkwürdig. Es ist mittlerweile schon fast dunkel geworden und wir scheinen hier die einzigen Gäste zu sein. Wie ausgestorben ist es hier. So – unser Haus Nummer 89 ist gefunden.

Gleich vor unserer Bleibe halte ich kurz inne und erblicke ein herrliches Abendrot am Himmel über den winterlichen Bäumen. Wie harmonisch sich das Licht im See spiegelt. Die Luft ist klar und frisch. Es duftet nach Meer. Kurze Vorfreude auf das, was mir der Marktmann versprochen hat. Dass hier im Winter so ein magischer Zauber über der Gegend liegt.

Morgenrot

Fotografin: Elischeba Wilde

Beim Eintreten in unseren zweistöckigen Bungalow nehmen wir als erstes die wohlige Wärme wahr – hier hat man liebevoll für uns vorgeheizt. In der einen oder anderen Suite wurde ich mit Champagner und Obstkorb begrüßt. Hier gibt es auch ein Willkommensgeschenk. Putzlappen und Toilettenpapier. Aha.

Ein wenig später rufe ich aus dem Waschraum der oberen Etage. Mausi, bring mir doch bitte mal das Toilettenpapier hoch. Das ist mir nun auch lieber als ein exotischer Fruchtkorb. Nun ja – als verwöhnter Hotelurlauber rechnest du eben damit, dass alles vorrätig ist. Handtuch, Seife, Toilettenpapier. Aber wir sind hier eben in einer Ferienwohnung. Und wie wir beim Blick ins Schlafzimmer feststellen, müssen wir auch die Betten selbst beziehen. Aber dafür haben wir eine freistehende Villa für uns ganz allein und herrlich viel Platz. So viel Privatsphäre kann kein Hotel bieten.

Paardekreek

Fotograf: Pierre Wilde

Wenig später möchten wir zum Restaurant Willem 4 in der Kaaistraat 12 in Kortgene laufen, das uns die Rezeptionsdame empfohlen hat. Doch plötzlich stehen wir mitten im Dunkeln – neben einem Fluss und lauter Häusern.

Natürlich muss es auch jetzt anfangen zu schütten. Kaum eine Laterne ist an. Nasskalt und nix zu sehen. Menschenleer. So würden Gruselfilme begingen, klärt mich Pierre auf. Rasch laufen wir zurück zum Auto und fahren ins kleine Städtchen rein. Der Yachthafen, an dem wir vorbeikommen, verspricht bei Tageslicht richtig nett auszusehen – unter ein paar Laternen kann ich die Silhouetten leicht erahnen.

Als wir vor dem Restaurant stehen, da ist uns alles ein bisschen zu chic. Versteht mich nicht falsch – ich liebe chic. Aber wir haben ein temperamentvolles Kleinkind bei uns, welches rasch aufgegessen hat und dann entweder auf den Tisch klettert oder aus dem Restaurant einen Fußballplatz macht. Unser Bauchgefühl schickt uns in die asiatische Variante direkt gegenüber.

Shangrila – überwiegend schwarzrot eingerichtet – in der Kaaistraat 15 bis 17. Mit meiner Intuition lag ich richtig. Ein kleiner Junge rennt uns entgegen. Das Söhnchen der Bedienung. Der Besitzer schlägt uns vor, dass wir in Ruhe unser Essen aussuchen – er würde mit seinem Enkel und unserem Leon in der Spielecke nach Autos gucken. Wie cool ist das denn?

Elischeba im Restaurant Shangrila

Fotograf: Pierre Wilde

Nachdem die hübsche junge Chinesin in Landestracht feststellt, dass wir erfolglos die holländischen Vokabeln der Speisekarte raten, fragt sie uns freundlich, was wir denn gern essen möchten. Sie könnte uns alles nach unseren Wünschen zubereiten. Das Ergebnis ist fantastisch. Meinem Mann Pierre schmeckt mein Tofu – das heißt was. Ich stimme ihm zu, dass seine Ente absolut zart und aromatisch ist. Hier werden nur beste Zutaten benutzt. Haben wir überhaupt schon mal so fantastisch chinesisch gegessen?

Nun, ihr merkt es auch am gehobenen Preis, aber solltet ihr Kinder haben, so fühlt ihr euch pudelwohl. Habt ihr noch keinen Nachwuchs, so könnt ihr das tolle Essen natürlich ebenso geniessen. Generell gibt es in den Niederlanden eine Menge asiatische Restaurants – solange ihr euch nicht in der direkten Nähe eines Hauptbahnhof niederlasst, habt ihr beste Aussichten auf köstliche Speisen.

Als wir satt und glücklich Richtung Unterkunft fahren, da sage ich meinem Mann, dass ich in einem Haus Licht sehe. Wir seien doch nicht die einzigen Gäste. Mein Schatz wirft ein, dass das doch unsere Villa ist, die von weitem hell erleuchtet ist. Stimmt.

Vor dem Haus stehend ruft er plötzlich, dass er Gestalten in unserem Haus sieht. Ich erschrecke mich kurz und dann lacht er. Nun, die menschenleere Gegend scheint ihn an seine Horrorfilme zu erinnern. Und seine Phantasie zu inspirieren. Aber dann fügt er hinzu, dass er genau diese Atmosphäre hier liebt. Man könnte sagen, dass wir zumindest gerade kein Part des Massentourismus sind.

blogeintrag2014

Fotograf: Pierre Wilde

Wir nehmen in unserer Unterkunft auf dem knallroten Ledersofa Platz und unterhalten uns darüber, dass wir uns schon auf den nächsten Tag freuen. Reiten auf Eseln steht auf dem Programm. Wir ins gespannt.

Bis zum nächsten Mal und liebe Grüße von Elischeba

Disclaimer: Danke für die Pressereise

 

3 Kommentare zu Zeeland im Winter – Ankunft Villapark de Paardekreek

  1. sehr schöner artikel … ja all inklusive ist natürlich bequemer 🙂

  2. Hallo liebe Autorin,

    wir überlegen über Weihnachten an die Nordsee zu fahren – dieser Artikel war da sehr hilfreich – Dankeschön!

    Übrigens sehr professioneller Blog – Kompliment.

  3. Villapark de Paardekreek // 3. Dezember 2013 um 14:02 // Antworten

    Guten Tag Frau Elischeba,

    gut zu hören, dass Sie schöne Tage an der holländischen Nordsee und am Veerse Meer hatten!
    Bei uns finden Sie im Winter Ruhe und Gemütlichkeit….

    Note: es ist möglich abends die Sauna (in Wasserparadies) zu nutzen! (dann haben Sie Privat Sauna)…….Fragen Sie bei die Rezeption um die Schlüssel.

    Auch in Sommer sind Sie wilkommem und Sie erfahren vielleicht Villapark de Paardekreek auf ein andere Art!

    http://www.villaparkdepaardekreek.nl/de

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