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Blockstöckchen – 11 Fragen von Jana an Elischebas Reisen

Was ist denn jetzt bloß ein Blogstöckchen? Also gut. Ich klär euch mal auf. Ein Blogger denkt sich einige Fragen aus und lässt sie von anderen Bloggern beantworten. Diese wiederum schreiben ihr Feedback dazu öffentlich auf ihre Seite und werfen das Stöckchen zum nächsten – inklusive 11 neuer Fragen. Meine Meinung? Coole Idee – wer auch immer das „erfunden“ hat 😉

Bei der Gelegenheit erstmal ein großes Dankeschön an Janas Reisefieber. Freu mich darüber, dass du mich ausgesucht hast. Jana ist schon lange Abonnentin meines Blogs und hinterlässt immer sehr brauchbare und interessante Kommentare.

Unsere Gemeinsamkeit neben der Freude am Schreiben? Wir haben unsere Männer beide in Las Vegas geheiratet. Das wollte Jana alles von mir wissen:

Jana: Strahlender Sonnenschein oder klirrende Kälte – Welches Klima bevorzugst du bei deinen Reisen?

Elischeba: Na welche Frage. Sonne natürlich! Kennst du jemanden, der Kälte bevorzugst? Ich definitiv nicht. Im heimischen Winter habe ich häufig Fernweh. Und Sehnsucht nach meinen Sommerkleidchen.

black and white

Fotograf: Martin Helmers

Jana: Welche war deine kürzeste Reise?

Elischeba: Kurzreisen mit nur einer Übernachtung hatte ich schon mehrere. Zum Beispiel in die Kulturstadt Essen. Eine schicke Suite und ein romantisches Frühstück. Oder in meine Heimatstadt Köln. Eine Nacht im Marriott in Verbindung mit Stadtbummel-Feeling und Bruderherz besuchen.

Jana: In welches Land würdest du nicht reisen und warum?

Elischeba: So sehr mich Indien landschaftlich und kulturell reizt – nach den brutalen Vergewaltigungen von Frauen hätte ich da richtig Schiss. In einem Land, in dem Frauen weniger wert sind als Kühe, fühle ich mich auch nicht wohl.

Außerdem könnte man mir die verlockendsten Pressereisen nach Afghanistan, in den Irak oder Iran bieten – auch da würde ich aufgrund der bekannten Gefahren nicht hinwollen.

Ich bin schließlich auch Mutter und habe bei all meiner Abenteuerlust eine Verantwortung für meinen kleinen Leon.

Jana: Was war deine aufregendste Reiseerfahrung?

Elischeba: Das Schnorcheln mit einem Walhai. Auge an Auge. Ich habe gespürt wie der sanfte Riese mich mustert. Ich war ganz nah dran. Das war 2005 in Kenia. Dieses Erlebnis hat mich für immer verändert. Und danach war ich sprachlos. Wer mich kennt, der weiß was das heißt.

Elischeba Wilde schnorchelt mit einem Walhai

Fotograf: Martin Helmers

Jana: Wer ist dein treuester Reisebegleiter?

Elischeba: Am liebsten habe ich meine beiden Männer dabei. Der Große ist eine Bombenunterstützung und der Kleine ist einfach so kuschelig und absolut goldig.

familie wilde 2013

Fotograf: Hotelfotograf des Bahia Principe an der Costa Adeje (Teneriffa)

Jana: Backpacking oder Luxus – Welche Reiseart bevorzugst du?

Elischeba: Nun ja. Ich lese wahnsinnig gern Erfahrungsberichte über Backpacking. Und liebe neue Erfahrungen. Finde Herausforderungen spannend. Aber in Suiten nächtigen, schicke Klamotten tragen und Hotels mit Wellness und gehobener Küche testen, das macht irgendwie noch mehr Spaß. Yes. Das passt!

hof van saksen essen

Fotograf: Pierre Wilde

Jana: Was ist dein nächstes Reiseziel?

Elischeba: Nächste Woche ist eine Tour durch Norddeutschland geplant. Ich berichte generell viel über Reiseziele im Heimatland. Vor allem mit Kleinkind ist das sehr angenehm.

Jana: Lässt sich Arbeiten und Reisen problemlos kombinieren?

Elischeba: Ich kann irgendwie gar nicht mehr reisen, ohne zu arbeiten. Entspannt bin ich erst nach dem ersten Blogeintrag. Wenn ich etwas Schönes erlebe, dann kribbeln mir bereits die Finger – schöne Geschichten muss man eben teilen.

Aber arbeiten ohne zu reisen, geht wiederum auch nicht richtig gut – ich schreibe am liebsten über selbst Erlebtes. Das macht einen Bericht lebendig.

Sven

Fotograf: privat

Jana: Würdest du dich gerne in einem anderen Land dauerhaft niederlassen? Und wenn ja, in welchem?

Elischeba: Ich könnte mir vorstellen, jedes Jahr am indischen Ozean zu überwintern. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann wären meine Traumziele Mauritius, Bali, Australien oder Vietnam.

Jana: Was war das Schlimmste, was dir je auf Reisen passiert ist?

Elischeba: In Hurghada war ich im April 2009 morgens noch quietschfidel. Habe einer Freundin per Mail geschrieben, dass ich das Essen bestens vertrage.

Zwei Stunden danach hat sich mein Gesundheitszustand innerhalb kürzester Zeit extrem verschlechtert. Ich hatte im gehobenen und sehr behaglichen Hotelzimmer auf einmal 41,5 Grad Fieber und war total dehydriert.

Schlag auf Schlag ging es immer mehr bergab. Der Arzt konnte keine Vene finden und deswegen sollte ich die Beine hochlegen, damit er später noch mal wiederkommen kann, um mich am Tropf zu befestigen. Dann habe ich gemerkt, wie meine Hände und Füße langsam das Gefühl verlieren – ich habe sie gar nicht mehr gespürt. Daraufhin habe ich mit all meiner Kraft ganz stark versucht zu wackeln, weil ich dachte, dass ich so den Tod aufhalten kann.

Ich war fest davon überzeugt zu sterben. Gerade wollte ich meinem Mann, den ich nur noch total verschwommen gesehen habe, sagen, dass er sich nach meinem Ableben schnell wieder eine neue Frau suchen soll, damit er nicht alleine ist und dann bin ich auch schon ins Koma gefallen.

elischeba_hurghada_april

Fotograf: Martin Helmers

Nierenversagen war eine spätere Diagnose. Mein sonst sehr sanftmütiger und relaxter Mann hat immer wieder ins Hoteltelefon gebrüllt, dass ich sofort ins Krankenhaus muss, weil ich am sterben bin.

Eine halbe Stunde danach kam erst der Notarztwagen. Ich erinnere mich nur an den dritten Tag auf der Intensivstation. Da kam ich wieder zu mir.

Als ich meinem Mann gesagt habe, dass ich wieder ins Marriott möchte und ob wir einfach abhauen sollen, weil das Essen da besser schmeckt, da hat er erleichtert festgestellt, dass er seine „Elli, wie er sie kennt und liebt“ wieder hat. Ich war nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wieder topfit.

So schnell und plötzlich wie ich auch sterbenskrank wurde. Während mein Mann dann nach Hause geflogen ist, bin ich weiter nach Soma Bay zur nächsten Pressereise und habe für Panasonic unter Wasser gemodelt. Der Arzt in Deutschland meinte nach meinen Erzählungen, dass medizinisch nicht zu erklären ist, wieso ich gar keinen Schaden davon getragen habe. Nun – ich bin eben nicht so schnell kaputt zu kriegen.

Jana: Welche Bedeutung hat das Reisen für dich?

Elischeba: Ein Jahr ohne Reisen wäre ein Jahr, in dem ich nicht richtig gelebt hätte.

proefzeeland

Fotograf: Pierre Wilde

Hier sind meine 11 Fragen, die ich mir wiederum für andere Reiseblogger ausgedacht habe:

1. Wohin ging deine erste Reise?

2. Wo hat es dir am besten gefallen?

3. Welche waren deine magischen Momente?

4. Wie hast du dich selbst durch deine Reisen verändert?

5. Der Wunsch nach Umweltfreundlichkeit und die Tätigkeit als Reisejournalist – wie gehst du damit um?

6. Wo haben dich die kulinarischen Freuden besonders umgehauen?

7. Wo hat es dir weniger geschmeckt?

8. Welche Art zu reisen ist überhaupt nicht dein Ding?

9. Stell dir vor, du müsstest einen Blogger (Bloggerin) mit auf eine Reise nehmen, den (die) du nur aus dem Internet kennst – für wen würdest du dich entscheiden?

10. Welche Traumziele stehen für die Zukunft auf deiner Liste ganz vorn?

11. Wo geht es als nächstes hin?

Folgenden Bloggern werfe ich das Stöckchen zu:

Marianna Hillmer-Wiechmann von Weltenbummler Mag

Heike Kaufhold von Köln Format

Florian Franke von Weltnomade

Yvonne Zagermann von Just Travelous

Johannes Klaus von Reisedepeschen

…. und natürlich alle, die Spaß daran haben, meine Fragen öffentlich zu beantworten.

Liebe Grüße von Elischeba
 

4 Kommentare zu Blockstöckchen – 11 Fragen von Jana an Elischebas Reisen

  1. echt krass was du in Ägypten erlebt hast – hast du irgendwas vom essen nicht vertragen oder nicht genug getrunken?

  2. Janas Reisefieber // 13. März 2014 um 07:26 // Antworten

    Vielen Dank, dass du beim Blogstöckchen mitmachst und danke auch für die vielen persönlichen Einblicke.

  3. Hallo Elischeba, mein absolutes Traumland ist und bleibt Dubai. Dort hat man eine Schön-Wetter-Garantie und die Menschen lesen einen die Wünsche von den „Lippen“ ab. Da hat man vom ersten Tag an Urlaub und muss sich über nichts ärgern. Des Weiteren gibt es auch viel zu besichtigen und das Meer ist im Sommer herrlich warm. Viele Grüße Conny

    http://www.hotel-belveder.de

  4. Hallo Elischeba,
    vielen Dank für die Weiterleitung. Leider habe ich das Blogstöckchen schon von einem anderen Blogger erhalten.
    Viele Grüße
    Florian

    http://weltnomade.de/

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