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Badebucht Costa Adeje Bahia Principe

Ach du Schreck. Die Wellen werden stärker. Die Sonne geht weg. Graues Meer. Grauer Himmel. Ein riesiger Haufen Steine vor mir – Richtung Ausgang. Die Badebucht vom Hotel Bahia Principe an der Costa Adeje auf Teneriffa erscheint mir immer rauher – und ich bin mitten drin.

Bahia Principe Costa Adeje 2013

Fotografin: Elischeba Wilde

Plötzlich höre ich ein lautes Pfeifen. Ich schaue an den gewaltigen Felsen hoch. Da ist ein aufgewühlter Hotelangestellter mit „SOS Pullover“ heftig am winken und deutet hektisch an, dass ich sofort raus kommen soll. Ja ja. Das habe ich seit fünf Minuten vor. Geht nur nicht so einfach.

Ob ins Meer zu gelangen oder wieder heraus zu kommen – beides dauert eine Weile. Ich mach das so: Wenn das Wasser ein wenig zurück geht laufe ich mit Füsslingen einen Schritt in die Zielrichtung, suche eine sichere Position, einen guten Stand zwischen größeren Steinen und halte mich dann an weiteren Steinen gut fest.

baden bahia principe

Fotografin: Elischeba Wilde

So kann ich der kommenden Welle standhalten. Wenn diese vorbeigezogen ist, dann kann ich die Prozedur wiederholen. Bis ich entweder im Meer an einer Stelle bin, wo es ein bisschen tiefer ist – damit ich schwimmen kann – oder ich beim Ausgang eine Stelle erreicht habe, wo die Steine trocken sind und ich nicht mehr heftig ins Meer gezogen werden kann.

Sonnenuntergang

Fotograf: Hotelfotograf des Bahia Principe an der Costa Adeje (Teneriffa)

Heute habe ich richtig Schiss. Dass ich bei circa 500 Hotelgästen die einzige bin, die überhaupt so verrückt ist, die Steine zu überqueren und ins Meer zu gehen, ist bei einigen hier bekannt. Aber heute ändert sich das Wetter – plötzlicher Sturm. Wildere Wellen.

Um den SOS Menschen sind zahlreiche Gäste versammelt, die alle sorgenvoll runter schauen. Dann kommen mir ein paar kräftige Typen mit SOS Jacken und Schwimmwesten entgegen gerannt. Au Mann – wieso ziehe ich so häufig Dramen an?

Mit meiner üblichen Methode schaffe ich es dann doch alleine, aus dem Meer wieder heraus zu kommen. Erleichtert wandere ich auf den ersten trockenen Steinen und richte mich auf. „Everything ok.?“ höre ich von mehreren freundlichen und äußerst besorgten Spaniern. „Yes – everything o.k.“ Bis auf ein paar Schrammen am Bein die schnell wieder verheilen.

Sonnige Grüße von Elischeba
 

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