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Quallen: Portugiesische Galeere auf Teneriffa

Autsch. Nackte Füße, tosendes Meer und ein Boden voller Steine. Jede Größe verfügbar. Scharfkantig und rauh. Unser Hotel Bahia Principe an der Costa Adeje ist herrlich mediterran, absolut gemütlich und bietet eine leckere Küche.

Aber es gibt hier weit und breit keinen Strand. O.K. – der hoteleigene Pool ist auch schön. Sogar beheizt. Aber ich liebe Salzwasser auf der Haut. Das Gefühl von purer Natur.

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Also nehmen wir den 15-minütigen Fußmarsch in Kauf, um zu einer netten Badebucht zu gelangen. Diese liegt direkt vor einem öffentlichen und schön gestalteten Schwimmbad.

Nachdem ich kaum eine Chance sehe, über das Vulkangestein ins Wasser zu gelangen, kommt mir Plan B entgegen. Eine Horde Taucher steigt aus dem Wasser hervor – mir entgegen. Schnell laufe ich auf einen jungen Mann zu, der ein bisschen südländisch aussieht. Ich sortiere meine englischen Vokabeln im Kopf. Wie heißen Füßlinge auf Englisch? „Deutsch geht auch“, lächelt mir der smarte Typ zu. Ich soll einmal einen Bogen laufen und marschiere dann direkt auf den Empfang der Tauchbasis Absolut DIVE zu. Dort eingetroffen beginne ich wiederholt Englisch zu reden – doch die Dame stoppt mich rasch – sie kommt ebenfalls aus Deutschland.

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„Bevor ich Ihnen Füßlinge verkaufe, möchte ich erst mal wissen, ob die Portugiesische Galeere verschwunden ist“, antwortet die Brünette entschlossen. „Die bitte was?“, frage ich noch einmal erstaunt nach. Dann berichtet sie mir, dass sie gestern noch Gäste verarztet hat, die in Kontakt mit den Tentakeln dieser Quallen gekommen sind.“

Sie fügt hinzu, dass die Urlauber ins Krankenhaus gefahren wurden. Nachdem ich mein Mitleid ausspreche, berichte ich ihr, dass ich schon mal auf Jamaika von Quallen gebissen wurde und frage sie, woran ich merke, dass es die Portugiesische Qualle war. „Das merken Sie schon“, grinst sie mit einem frechen Augenzwinkern. „Das tut richtig weh. So RICHTIG.“

Die Taucher geben Entwarnung. An der Stelle, wo ich schwimmen möchte, wurden heute morgen keine gesichtet. „Ja und was wenn ich im Wasser bin und die dann Kurs auf diese Badebucht hier nehmen?, frage ich ein wenig eingeschüchtert.

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Während ich meine Füßlinge für 23 Euro bezahle, klären mich die anderen Angestellten auf: achtsam sein. Die Quallen sehen aus wie hellblaue Deckel, die auf der Wasseroberfläche liegen. Die sind nicht zu übersehen. Nicht neugierig ran schwimmen und gucken, sondern schnellstmöglich raus aus dem Wasser. „Und drauf pinkeln, wenn`s doch passiert ist“ fügt die Dame, mit der ich zuerst gesprochen habe, hinzu.

Flossen in der Hand und ab zum Strand. Zweiter Versuch. Mit Füßlingen klappt`s hervorragend. Es ist überall ziemlich flach, aber die felsige Gegend hat was – auch wenn ich weißen feinsandigen Strand lieber mag.

Eigentlich möchte ich mich ja im Meer entspannen. Aber jetzt schaue ich mich permanent um: ist sie da – die portugiesische Galeere? Nach knapp 20 Minuten steige ich erfrischt aus dem Wasser heraus und denke mir: Glück gehabt. Keine Wesen gesehen, die wie hellblaue Untertassen aussehen und mich attackieren könnten.

Und ich habe wieder etwas dazu gelernt: jetzt weiß ich, dass man der Portugiesischen Galeere auch auf Teneriffa begegnen kann.

 

5 Kommentare zu Quallen: Portugiesische Galeere auf Teneriffa

  1. ohhh da wäre ich jetzt auch gern – sitze im Büro – der Weg dahin war heute morgen soooo kalt – ich hasse den Winter so 🙁

  2. ich habe auch schon einmal eine Portugiesischen Galeere hier auf Gran Canaria gesehen. Im Februar/März sind die ab und an hier zu finden. Gottseidank war diese am Strand und keine Gefahr mehr. Wünsche Dir auf jeden Fall viel Spass auf Teneriffa und freue mich, wenn Du Dich meldest, falls du einmal nach Gran Canaria kommst. Hier haben wir sowohl schwarze als auch weiße Sandstrände für Dich 😉 liebe Grüße auf die Nachbarinsel. Angela

    http://www.foto-shooting.es

  3. tolle Fotos wir wünschen euch weiterhin einen ganz tollen Urlaub <3

  4. hab das hotel mal angeklickt – sehr sehr schön – neidisch bin 😉

  5. Im April 2014 hatte ich am Strand von Callao Salvaje (Teneriffa) einen unbeabsichtigten und sehr schmerzhaften Kontakt mit der „Portugiesischen Galeere“.
    Im Juni habe ich -über diese eigentlich sehr schöne- Qualle ein Bild gemalt:

    Hütet Euch vor dieser Medusa!

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