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Nie wieder Hotel an der Oper in München buchen

„Wir lassen Sie nicht mehr in Ihr Zimmer und an Ihre persönlichen Sachen ran. Treiben Sie erst eine Kreditkarte auf.“ Die extrem kalten Worte der russischen Dame am späten Abend waren ernst gemeint.

So ging es los:

Nach einem erfolgreichen Business Tag in München habe ich mich einfach nur auf mein Bett gefreut. Immerhin standen die nächsten Termine am Folgetag schon in den Morgenstunden bevor.

Also schlenderte ich mit meinem Schlüssel in der Hand ein bisschen erschöpft Richtung Zimmertür und habe mein Modelbuch und ein paar Taschen davor abgestellt.

„Och nö, bitte nicht jetzt Probleme mit dem Schlüssel“ dachte ich mir.

„Ich bin doch müde und möchte nicht noch mal zur Rezeption runter fahren“. Habe ich beim Geschäftsessen zu viel Rotwein getrunken oder wieso klappt es nicht? Keine Chance. Also ab zur Rezeption.

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Bin ich hier bei „Verstehen Sie Spaß?“

Freundlich habe ich der Dame erklärt, dass ich mich entweder gerade etwas blöd angestellt habe, oder dass alternativ etwas mit dem Schloss nicht stimmt.

Während ich lächelte schaute mich die blondierte Dame mittleren Alters an, als sei ich eine Schwerverbrecherin.

„Wir haben das extra gemacht, Sie kommen nicht mehr in ihr Zimmer. Treiben Sie erst eine Kreditkarte auf“.

Für einen Moment dachte ich gar nichts, dann habe ich überlegt, ob ich im falschen Film bin und im nächsten Moment, ob irgendwo eine Kamera versteckt ist und ich bei „Verstehen Sie Spaß“ gelandet bin.

Doch Spaß verstand meine Gegenüber nun gar nicht. „Ich sage es noch einmal – ohne Kreditkarte kommen Sie nicht mehr in Ihr Zimmer“. Da ich das Problem nicht ganz verstand, habe ich sie darum gebeten, dass ich erst mal schlafen gehen kann und wir am nächsten Morgen in Ruhe darüber reden.

„Nein“ antworte Sie böse. „Ich lasse Sie nicht in Ihr Zimmer – schaffen Sie irgendwo eine Kreditkarte her. Oder zahlen Sie alles bar.“

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„Ohne Kreditkarte wird das Zimmer von Ihrem Gast geräumt“

Mein Manager Herr Dr. Reinhard Müller wollte für mich ein Hotel buchen, welches ihm mehrfach empfohlen wurde. Jedoch hatte dieses keine vier Übernachtungen am Stück frei.

Er schickte mir den Link vom Hotel an der Oper und fragte mich, ob dieses alternativ in Ordnung sei. „Klar“ antwortete ich.

Da er seinen Kreditkartenvertrag gekündigt hatte und die neue Karte erst ein paar Tage später erhalten sollte, einigte er sich mit der Hotelinhaberin auf Zahlung per Rechnung.

Als mich der 52-jährige am ersten Morgen am Hotel der Oper abholen wollte, kam direkt ein junger Mann auf ihn zu und forderte ihn forsch auf, dass er schnellstens eine Kreditkartennummer nachreichen soll, sonst würde mein Zimmer geräumt.

Puh… was ist das denn für ein Hotel? Da in München gerade sonst fast alles ausgebucht war und ich nicht so viel Lust zum Umziehen hatte, entschieden wir uns, trotz allem dort zu bleiben.

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„Er lügt, er will sich vor dem Zahlen drücken“

Als ich nach meiner zweiten Nacht im Hause „Hotel an der Oper“ der russischen Rezeptionsdame mittleren Alters am Abend berichtet habe, dass Herr Dr. Reinhard Müller doch nun seine neue Kreditkartennummer per Mail nachgereicht hat, da erwiderte sie mir schroff, dass das Gültigkeitsdatum in der Mail fehlte und ich erst in mein Zimmer könne, wenn ich eine Kreditkartennummer mit kompletten Daten abliefern würde.

„Morgen können wir das alles in Ruhe erledigen, Herr Dr. Reinhard Müller hat ja bereits seinen Personalausweis hinterlegt und bringt auch sonst alles zur Sicherheit mit, was Sie wünschen, nur bin ich müde, muss morgen früh aufstehen und möchte jetzt in mein Zimmer. Telefonisch kann ihn nicht erreichen, jedoch ist er doch morgen früh hier, um mich abzuholen.“

Auf einmal fuhr mich die Angestellte immer lauter an: „Herr Dr. Müller lügt, er will sich vor dem Zahlen drücken“.

Ich wurde fester im Ton – doch auch nach einer längeren Diskussion konnte ich nicht in mein Zimmer.

Irgendwann habe ich völlig verzweifelt andere Hotelgäste angesprochen, während die Rezeptionsdame immer wieder mit der Geschäftsführung telefoniert hat, die ebenfalls hart blieb.

Mein Schatz war nicht zu erreichen, da er in Nordrhein-Westfalen im Auto unterwegs war und so die Nummer unserer gemeinsamen Kreditkarte nicht telefonisch durchgeben konnte.

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Peinlich – der Hotelgast dachte, dass ich ihn anmachen will

Ein circa 1,90 großer Hotelgast um die 30 stand plötzlich vor mir und ich dachte mir, wenn ich allen Besuchern in der Anwesenheit der Rezeption die Geschichte erzähle, dann habe ich vielleicht eine Chance, in mein Zimmer zu kommen.

Möglicherweise kriege ich ja irgendwo symbolische Unterstützung. „Stellen Sie sich vor, die Rezeption hat mein Zimmer gesperrt  und ich komme nicht mehr rein und weiß nicht, wo ich diese Nacht schlafen soll…“ während ich völlig aufgewühlt weiter redete, spürte ich, dass der verlegene Geschäftsmann dachte, dass das eine Anmache von mir ist.

Da habe ich verstanden, dass ich einen anderen Weg finden muss, um zu meinen persönlichen Sachen zu gelangen.

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Mitgefühl für Obdachlose und sauer aufs Hotel

Ich habe auf einmal Mitgefühl für Obdachlose und sonstige Bedürftige bekommen – gleichzeitig immer mehr Wut auf dieses „kundenfreundliche“ Hotel. Ganz davon abgesehen zeigten die zwei Bilder in meinem Zimmer Fegefeuer Höllenmotive – davon habe ich auf meiner „Mrs. Germany TV Moderator and Model Elischeba Wilde Fan Seite“ bereits berichtet und mein Hotelbett und eins der „Höllen Bilder“ in meinem Zimmer hier veröffentlicht.

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Irgendwann saß ich auf der Couch in dem Empfangsraum, war den Tränen nahe und habe der Dame an der Rezeption berichtet, dass ich die Sache bei Facebook poste und der Bildzeitung berichte, dass das Hotel Mrs. Germany 2009 im Winter ohne persönlichen Sachen und Decke unter der Brücke schlafen lassen will.

Schon wieder telefonierte die Dame mit der Geschäftsführung. Da ging es! Ich habe einen Schlüssel erhalten, der funktionierte.

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Erfahrungen bringen weiter

Am nächsten Morgen wurde ich beim Frühstück von den Hotelgästen, welche diese Aktion mit bekommen haben, ein bisschen merkwürdig angeschaut, während mein Manager seine vollständigen Kreditkartendaten vorbeigebracht hat und das Hotel darum gebeten hat, bei Unstimmigkeiten doch nicht seinen Gast auf solche Weise zu bestrafen.

Der Frühstücksraum im Hotel an der Oper ist freundlich eingerichtet und gut geschmeckt hat es mir auch – trotzdem war dies mein letzter Besuch im Hotel an der Oper!

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Liebe Grüße von Elischeba Wilde

Hinweis der Redaktion: Bloggerin Julia-Elischeba Wilde hat nur von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Hotel an der Oper in München berichtet. Sie weißt ausdrücklich darauf hin, dass sich andere Hotelgäste möglicherweise wohl gefühlt haben und dass das Haus nach ihrem Geschmack auch positive Seiten aufwies, wie zum Beispiel die zentrale Lage, die Nähe zur Bayerischen Staatsoper und dem Marienplatz sowie das hochwertige und frische Frühstücksbuffet in einem freundlich gestalteten Raum.

 

18 Kommentare zu Nie wieder Hotel an der Oper in München buchen

  1. Heftig, Süße!!! Hättest mich auch anrufen können, hab `ne ganz liebe Freundin in München, wo Du hättest schlafen können! Ich habe mir mal die Internetseite von dem Hotel angeguckt, da sehen die Zimmer ganz anders aus – hattest wohl das hässlichste erwischt. Die wussten wahrscheinlich nicht, dass se da die Mrs. Germany haben 😉

    Gut, dass Du den Hinweis

    Hinweis der Redaktion: Bloggerin Julia-Elischeba Wilde hat nur von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Hotel an der Oper in München berichtet. Sie weißt ausdrücklich darauf hin, dass sich andere Hotelgäste möglicherweise wohl gefühlt haben und dass das Haus nach ihrem Geschmack auch positive Seiten aufwies, wie zum Beispiel die zentrale Lage, die Nähe zur Bayerischen Staatsoper und dem Marienplatz sowie das hochwertige und frische Frühstücksbuffet in einem freundlich gestalteten Raum.

    darunter geschrieben hast – so kriegst Du keinen Ärger, bist sehr Profi, Du verrückte Nudel 🙂

  2. Thanks für den Link bei Facebook! Wie schon gesagt, ist das normal, dass Hotels die Kreditkartennummer haben möchten. Das Verhalten vom Hotel an der Oper ist jedoch alles andere als normal. Wäre an der Rezeption ein Mann gewesen, dann hätte er es nicht übers Herz gelassen, so `ne charmente Schönheit schlecht zu behandeln 🙂

  3. is hotel criticism allowed in a travel blog?

  4. Waaaaah………..das Zimmer sieht ja scheisse aus – wie so `ne uralte Jugendherberge! Passt nicht wirklich zu `ner Mrs. Germany – vor allem, wenn man auf Ihrer Reise-Webseite verfolgt, wo Sie sonst so nächtigen 😉

    Na ja: Sehen Sie`s positiv, Elischeba! Wenn Sie demnächst in Ihrer Suite liegen und wieder persönlich vom Hotel Direktor begrüsst und chauffiert werden, dann vergessen Sie die Sache mit dem Hotel an der Oper nicht nur schnell wieder, sondern bekommen auch wieder neue Wertschätzung für Luxus! 😉

    Was steht demnächst bei der Miss Germany 2009 an?

    Liebe Grüße Aurelia

  5. Ehrlich, echt, authentisch – so ist unsere Elischeba!

  6. Boa wie krass ist das denn? Waren die denn alle so unfreundlicih oder nur die an der Rezeption?

  7. Elischeba, ich finde es gut, dass Du nicht einfach von jedem Hotel schwärmst, sondern auch schlechte Erfahrungen mit Hotels offen und ehrlich veröffentlichst. Deinen Art zu schreiben mag ich sehr gern, man erlebt richtig mit Dir mit – das ist die Kunst. Da könnten sich einige Redakteure mal ein Beispiel dran nehmen!

  8. Mein Mann wird von seinem Chef jedes Jahr zur Messe in einem Hotel in München eingebucht und dort funktioniert das auch so, dass die Rechnung vom Hotel an die Firma geht. Mein Mann hat mit solchen Dingen dann gar nichts zu tun. Er wurde zwar beim ersten Mal gefragt, ob er einen Kreditkarte besitzt und dann meinte er, dass er keine hat und das war auch o.k. Mein Mann hat nicht deswegen keine Kreditkarte, da er wenig verdient, sondern weil einmal statt 1.000 Euro durch einen Zahlendreher 10.000 abgebucht wurden und es drei Monate gedauert hat, bis er das Geld zurück bekommen hat. Wenn ein Hotel mein Mann nicht an seine persönlichen Sachen lassen würde, dann hätte er sofort die Polizei geholt – er wäre da nicht so lieb gewesen wie Du. Da kennt er keinen Spaß. Dieser Blogeintrag heir ist verdammt wichtig, nur so lernen Hotels Kundenfreundlichkeit!!!!

  9. Karsten_Seo_Suchmaschinenoptimierung // 29. November 2010 um 16:23 // Antworten

    Heftig, heftig! Ich mag die Stadt München sehr gerne, aber leider sind die Menschen dort etwas arrogant. Das ändert sich auch nicht in den Hotels. Wenn man die Menschen jedoch näher kennen gelernt hat und das Eis gebrochen ist, dann können sich dort auch tolle Freundschaften entwickeln, aber das geht nicht so schnell wie in Köln 😉

  10. Ein Hotel reagiert nie ohne Grund so krass. Wahrscheinlich haben Sie sich die Schufa Auskunft über den Herrn geben lassen und gesehen, dass er bereits vorher eine Rechnung nicht beglichen hat.

  11. There is obviously a whole lot to know about this. I think you made some good factors in Functions also.
    Keep working , terrific task!

  12. Das klingt eher nach einem Stundenhotel oder anderer Absteige!!

    Und dann noch ein Fegefeuer Bild am Ikea Bett, naja wahrscheinlich
    gehört das Hotel einem Exorzisten?!? :-DDDD

    Mädel, die Schrulle an der Rezeption hätte ich mit dem
    Telefondraht erwürgt wenn sie mich ned reingelassen
    hätte!! :-P^^

  13. Ach Du ……SCHEISSE !!!! Was ist das für ein schreckliches Zimmer ????????? Gut, dass es Internet gibt und man auch mal die wahren und echten Fotos VON GÄSTEN SIEHT!!!

  14. Ein Bekannter von mir war auch schon in dem Hotel. Den wollten sie zwar nicht nachts auf die Strasse schicken (hat mit Kreditkarte vorher schon alles bezahlt) aber der war auch unzufrieden. Hässliches und viel zu kleines EZ-Zimmer und sonst war´s auch nicht so dolle. Solche Hotelbewertungen und ehrliche Kritiken finde ich klasse.

  15. So eine interessante Bewertung über ein Hotel habe ich bisher selten lesen dürfen. Nachvollziehen kann ich auf jeden Fall. Eins wundert mich einbißchen über das Benehmen des Personals. Es ist schließlich ein kleines Hotel,das mehr von Stammkunden als normalen lebt. Aber für München Verhältnisse gibt es sicherlich auch andere Alternativen.

  16. Wenn mir eine hübsche Dame eine Geschichte erzählen würde, dass sie nicht mehr in ihr Zimmer käme, dann würde ich mir auch meinen Teil denken. Auf jeden Fall eine Geschichte, so wie sie nur das Leben schreiben kann.

    https://www.kingshotels.de

  17. Wahnsinn, dann kann ich echt glücklich sein mit meinen Hotels bis jetzt. Ich wüsste nicht wie ich reagieren würde. Wir waren erst vor kurzem in München und haben ein Wochenende dort verbracht, waren aber mit unserem Hotel, dem Hotel Cristal****, direkt im Zentrum sehr zufrieden.

    https://cristal-hotel.de

  18. oh weia du Arme – hab ich erst jetzt gelesen weil mir der Artikel als „Tipp“ angezeigt wurde 🙂

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